„Mademoiselle Ponchette“ (Cowl)

10. Januar 2011 | Von | Kategorie: Anleitungen, Design, On my Needles

Foto: MaschenGold

Wer diesen Artikel gelesen hat, konnte bereits einen Blick auf dieses Accessoire erhaschen: einen Cowl oder auch – wie ich das Stück nenne – eine „Ponchette“, also ein kleiner Poncho. Der Cowl ist gedacht als Begleiter für meinen blauen Lammledermantel, da dieser zwar einen wärmenden Kragen, aber auch einen tiefen Ausschnitt hat. Über einem Oberteil getragen ist „Mademoiselle Ponchette“ schmückendes und wärmendes Accessoire für Hals und Schultern. Ganz fertig ist sie noch nicht, aber hier schon einmal einige Details.


Foto: MaschenGold

Aufgrund seiner Weite wird der fertige Cowl ein wenig eingeschlagen oder doppelt gelegt bzw. kunstvoll drapiert. Um eine schöne Raffung für die Ponchette im oberen Teil zu erzielen, werde ich auf Halshöhe eventuell noch ein Band durchziehen, sobald ich fertig bin. Man könnte z. B. einen I-cord stricken, das geht schön schnell.

Gestrickt wird das Accessoire in Runden ohne Zu- oder Abnahmen (man könnte es sogar als Rock tragen…). Ich habe eine Abwandlung des Feather and Fan-Musters gewählt. Das lässt sich zum einen sehr leicht merken, und durch die Verwendung von „Glisten“ (97 % Nylon, 3 % Polyester, LL 85m) von Louisa Harding jeweils in einer Runde linker und rechten Maschen als Abschluss eines Rapports entsteht ein schöner Kontrast sowohl in Farbe als auch in Struktur.

Aufgrund seiner farblichen Zusammensetzung, aber insbesondere aufgrund der Materialqualität, habe ich Glisten sehr sparsam eingesetzt, da es natürlich überhaupt keinen „Kuschelfaktor“ hat. Es ist eben ein reines Ziergarn, z. B. für Abschlüsse oder Anschläge.

Als Hauptgarn habe ich Cashcotton DK von Rowan (35 % Baumwolle, 25 % Polyamid, 18 % Angora, 13 % Viskose, 9 % Kaschmir, LL 130m) verwendet – vielleicht eher ungewöhnlich für ein wärmendes Accessoire. Das Garn ist durch die Angora- und Kaschmir-Anteile aber wunderbar weich, und ich denke, es hat ausreichend wärmende Eigenschaften

Gestrickt habe ich mit Metallnadeln in Nadelstärke 4 – das Garn gleitet auf ihnen noch besser als auf Holz oder Bambus (so meine Erfahrung). Die Anleitung ist recht einfach: Ich habe 204 Maschen angeschlagen (= 12 Breitenrapports, ca. 100 cm Umfang, gedehnt noch weiter), jeweils 6 Runden im Muster gestrickt (blau) und anschließend eine linke und eine rechte Runde mit Glisten. Man strickt so hoch, wie man möchte – ich denke, ich werde bei 45 bis 50 cm enden.

Wenn man an beiden Enden eine Bogenkante haben möchte, legt man nach der gewünschten Höhe minus ein Rapport die Maschen still, schlägt noch einmal 204 Maschen im Hauptgarn an, strickt einen Rapport und strickt dann entweder beide Teile zusammen (three needle bind-off) oder verbindet sie mit dem Maschenstich.

Verbraucht habe ich 100g Cashcotton DK und 50g Glisten.

Eine ausführliche Anleitung zum Download folgt.

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