Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2011

20. September 2011 | Von | Kategorie: Dienstagsfrage, Empfehlungen

Mich würde interessieren, wie andere ihre „To do“-Liste verwalten. Ich habe für mich den Eindruck, daß ich wie ein Hamster Anleitungen und Anregungen sammle und diese dann wieder vergesse. Irgendwann fällt mir die Anleitung oder ein Bild in die Hände und ich denke: „Ach, das wolltest du ja auch mal machen.“ Wie behalten andere Strickerinnen den Überblick? Schreibt man sich alles auf (quasi mit Heft- und Modellnummer oder -name), arbeitet man mit Postits? Ich hab mir auch schon Ordner mit PDF-Dateien angelegt – aber auch die schaue ich ja dann nicht ständig an. Vielleicht hat ja jemand eine zündende Idee.

Vielen Dank an Iris und das Wollschaf für die heutige Frage!

Irgendwann einmal habe ich mich entschieden, in meinem Privatleben keine To-do-Listen mehr zu führen. Das Ergebnis solcher Listen wär nämlich oft, dass sich darauf alles Mögliche, was ich heute, bald, demnächst oder irgendwann einmal erledigen wollte, ansammelte. So kann eine Liste unheimlich lang werden, und darüber hinaus haben solche Listen die Eigenschaft, dass man sie niemals im Leben „abarbeiten“ kann, weil ja quasi jeden Tag etwas passiert… So schnell kann man das, was von der Liste erledigt ist, also gar nicht streichen.

Ich verfahre nun so: Was ich auf keinen Fall vergessen darf, schreibe ich auf. Alles andere wird erledigt, sobald es mir (wieder) einfällt, ich Zeit oder Lust habe oder ein Termin danach verlangt.

In punkto Stricken und Anleitungen/Anregungen verfahre ich so:

  • Ich markiere in Heften oder Büchern gar nichts mehr. Wenn ich auf der Suche nach einem Muster oder einer Idee bin, stöbere ich darin. Die einzigen Bücher mit Markierungen (= kleine Post-Its) sind die von Barbara Walker.
  • PDF-Anleitungen landen auf meinem Laptop. Im Moment sind sie wirklich nur sehr grob in Verzeichnisse unterteilt. Ich kann halbwegs behalten, was sich auf meiner Festplatte befindet – zur Not klicke ich mich durch.
  • Wenn ich Abbildungen von Modellen sehe, die mir gefallen, landen diese in einer PowerPoint-Datei mit dem Namen „Anregungen“. Das ist sozusagen eine Art Bilderbuch, das mir zur Inspiration – nicht zum Nachstricken – dient.
  • Viele Modelle sind in ravelry in meinen Favoriten – meine Lieblingsmethode zum Sammeln.

Sicher „vergesse“ ich das eine oder andere Modell, das ich entweder nachstricken will (die vergesse ich meist nicht, weil ich selten nach Anleitung arbeite) bzw. eine Idee für ein Design. Das ist für mich letztlich aber nur die vom Weizen getrennte Spreu – will sagen: Was ich „vergesse“ ist auch nicht so wichtig oder interessant.

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Ein Kommentar auf "Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2011"

  1. wollerey sagt:

    Lust ist, glaube ich, das Wichtigste beim kreativen Schaffen. Zudem ist es IMHO auch ein großer Unterschied, ob man Modelle genau nachstricken möchte., oder sie als Inspiration nutzt, weil man selbst kreativ ist. Inspirationen kann man nie genug bekommen und die verarbeitet der Biocomputer dann schon auf seine Weise ;o)))

    Ich bin daher schon sehr gespannt auf deine neuen inspirierten Taschen!
    LG
    Dagmar

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