Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2011

1. November 2011 | Von | Kategorie: Dienstagsfrage, Empfehlungen

Beim Stricken der Knopflochblende bin ich immer ein bißchen unsicher, ob die Knopflöcher auch wirklich an der korrekten Stelle von mir gestrickt wurden, wo auf der anderen Blende der Knopf bereits angenäht ist, trotz mehrfacher vorheriger Messung.
Mich würde interessieren, welche Art von Blenden Ihr an Euren Strickteilen anbringt. Strickt Ihr sie gleich mit, später an oder ganz separat? Gelingen Eure Blenden immer auf Anhieb oder habt Ihr manchmal Probleme, dass sie zu kurz oder zu lang werden?
Welche Methode/Technik habt Ihr, um die Knopflöcher korrekt in der Höhe der Knöpfe zu setzen? Klappt das immer auf Anhieb oder seid Ihr manchmal auch unsicher, ob alles richtig sitzt? Arbeitet Ihr gerne Blenden, besonders die Knopflochleiste?

Vielen Dank an Bärbl und das Wollschaf für die heutige Frage!

Ich kann mich in vielen Punkten Tichiros Kommentar anschließen. Auch ich stricke natürlich zunächst die Blende und Löcher und positioniere anschließend die Knöpfe. Idealerweise, nachdem das Strickstück gewaschen ist, dann ist das Risiko, dass sich der Strick verzieht, geringer. Entweder markiere ich die Knopfpositionen mit einer Stecknadel; wenn ich eine Jacke ohne Naht stricke, ziehe ich schon beim Stricken auf der Gegenseite ein Fädchen auf gleicher Höhe durch die Blende.

Allerdings stricke ich Knopflöcher nicht wirklich gern – auch wenn mir deren Berechnung und Positionierung keine Schwierigkeiten bereiten. Wenn, dann stricke ich am liebsten die kleinste aller möglichen Knopflochvarianten: 2 Maschen zusammenstricken, 1 Umschlag. Ist das Garn sehr fein, dann gerne auch einmal 3 Maschen zusammenstricken, 2 Umschläge. Das ergibt dann auch wirklich ein Loch, das – so der Knopf gut durchpasst – auch kaum ausleiern kann. Das bedingt allerdings, dass kleine Knöpfe zum Gestrick und Muster passen.

Die Variante Abketten und Maschen neu anschlagen gelingt mir zwar auch, das Knopfloch entwickelt sich aber im Laufe der Zeit gerne zu einem ausgebeulten Etwas, das – offen getragen – einfach nur unschön aussieht. Zumindest in meinen Augen. Wenn ich doch schon so viel Zeit in ein Kleidungsstück investiere, dann sollten natürlich auch die Knopflöcher perfekt sein. Natürlich könnte ich mir die Mühe machen und meine Löcher von Hand mit dem Knopflochstich versäubern, aber da scheitere ich immer an dem passenden Garn (ein bisschen elastisch, aber nicht zu sehr).

Deswegen trickse ich ganz gern. Bei einer Strickjacke mit Lace-Elementen habe ich einen I-cord mit farblich passenden Perlen gestrickt und durch die Umschläge gezogen – das ergibt eine leichte Mieder-Optik. Eine Weste habe ich mit Druckknöpfen versehen und außen schöne dekorative Knöpfe angenäht. Dass die Löcher „fehlen“, bemerkt niemand. Außerdem bietet diese Variante den Vorteil, dass man die Knopfposition leichterhand verschieben kann, wenn das aufgrund von Gewichtsschwankungen einmal erforderlich sein sollte… Und natürlich erspart es eine Menge Rechnerei.

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Ein Kommentar auf "Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2011"

  1. Sehr interessante Tipps, die es wert sind, sie bald mal auszuprobieren. Vielen Dank!
    LG
    Moni

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